(Merci Marie Noukimienue pour me donner la recette de mon plat préféré!)
Vous mangez la sauce avec du riz, la banane plantain, le makabo, l’igname, le manioc ou du couscous. - Bon appétit!
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Erdnusssauce (Danke Marie für das Rezept meines Lieblingsgerichts!)
Man isst die Soße zusammen mit Süßkartoffel, Reis, Kochbanane, Makabo, Yamswurzel, Maniok oder Couscous. - Guten Appetit!
Mein Besuch in Kamerun hat mich ausführlich mit meinen persönlichen Vorurteilen und Projektionen konfrontiert. Ich bin beeindruckt davon wie präsent diese mich im Alltag begleitet haben. Trotzdem ich probiert habe meine Verallgemeinerungen mindestens mitzuschneiden, wurde ich gerne mal von ihnen überholt.
Auf der Suche nach Material zu diesem Thema hat mich meine Freundin Sita auf folgendes Material aufmerksam gemacht:
Obiges Filmchen white charity zeigt gut aufgearbeitet meine klassischen Projektionen von den aufregend-fremden und naturverbundenen Menschen auf dem schwarzen Kontinent. - Es lohnt sich die raue Qualität zu Gunsten des Inhalt zu ignorieren!
Empfehlenswert ist zudem die Broschüre Mit kolonialen Grüßen … - Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet von glokal e.V.
Wenn gleich diese Bilder nicht auf meiner Reise entstanden sind, ähnliche Aufnahmen hätte auch ich mitbringen können. - Gerade in den Städten ist Wasser unglaublich vermüllt, stinkend und vermutlich gesundheitsgefährdend..
Die UTAMTSI/EM-Reise, Teil II.
Nun ist die Reise zu Ende gegangen. Nach der Zeit im Dorf mit den Besuchen bei den Gastfamilien sind wir mit unserer Gruppe nach Bafoussam gefahren, eine Stadt von der Größe Bremens im Zentrum der Region l’Ouest. Viele unserer Ausflüge die wir von hier aus gemacht haben hatten mit dem Thema zutun, welches einen Großteil unserer Reiseteilnehmer hergelockt hat: Die Anwendung von EM - einer Technik mit der unter Zuhilfenahme von effektiven Mikroorganismen einen biologischen Dünger herzustellen, welcher zudem das Wachstum der Pflanze fördert und Krankheiten und Schädlingsbefall vorbeugt und die Humusbildung fördert. Wir waren also auf verschiedenen Farmen, an Herstellungsorten und auf einer Konferenz wo über Feldversuche und Einsatzmöglichkeiten der EM-Technologie berichtet wurde.
Was die Begleitung der Reise anging war ich teils echt gefordert: Stets versucht im Auge zu behalten das einige neben EM auch gerne viel von den Menschen, der Kultur und Landschaft mitbekommen wollten. Teils war es ein ziemliche Anstrengung unter gegebenen Umständen mit vielen Veränderungen und Ungewissheiten lange Wartezeiten vermeiden zu wollen. Zwei Tage war ich durch einen schwachen Magen außer Gefacht gesetzt. Nach der Einsicht der Begrenztheit der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten fiel es mir leichter an der ein oder anderen Stelle locker zu lassen oder wider der eigenen Erwartung etwas zu bewegen oder in der Gruppe Verständnis für Unpäslichkeiten zu bekommen. Am Amfang zählte ich noch die Tage und hoffte alles einigermaßen zu überstehen, jetzt nach dem Verabschieden der 17 Besucher zwischen 21 und 84 Jahren vermisse ich sie. Im Laufe des Aufenthalts bin ich immer besser in die Aufgabe hineingewachsen, habe Telefonate mit den Hotels geführt (auf Französisch für mich eine der größeren Herausforderungen), die Gesichter und Namen der Ansprechpartner erinnert und selbstständig oder mit einem Freund an meiner Seite einen guten Preis für die Zwischenmahlzeiten der Reisegruppe verhandelt. Ich habe mich daran gewöhnt, dass man Mahlzeiten mit allen Anwesenden teilt, auch den Busfahrer und lose Bekannte werden an den Tisch gebeten und freundlich versorgt. Die regelmässig auftauchende Frage nach einem Geschenk, einer Digitalkamera oder einem Bier bringt mich nicht mehr in Verlegenheit und freue mich eher über das Interesse als mich angegriffen zu fühlen. Meine sprachlichen Kenntnisse haben sich soweit verbessert, dass ich gerne sowas antworte wie “Vormittags sollte man lieber arbeiten als schon in der Kneipe zu sitzen” und ernte damit ein Lächeln oder führe spontan ein kleines Gespräch am Straßenrand. Die vielen freundlichen Begegnungen überraschen mich noch immer, stets positiv!
Besuch im Norden von Kamerun
Katharina, Morin und ich sind gerade aus dem Norden von Kamerun zurückgekehrt, einer heißen und wüstenähnlichen Umgebung im Bundesstaat mit dem passenden Namen “Extreme-Nord”. Mit einem Freund von Morin und einem Ortsansässigen sind wir von Maroua aus ins Umland gefahren und haben im Dorf Ngassa eine Familie begleitet. Warum? In der Region wird Hirse angebaut und wir haben für ein deutsches Museum Aufnahmen vom Anbau und der Verarbeitung des dortigen Hauptnahrungsmittels “Le Mil”. Die Bedingungen hätten für uns besser kaum sein können: Alle Familienmitglieder freuten sich über das Interesse an ihrer Arbeit, unter der prallen Sonne und dem weiten Himmel gelangen uns schöne Aufnahmen. Die Lebensbedingungen vor Ort waren für mich jedoch in erster Linie respekteinflössend: Neun Monate im Jahr Trockenzeit, wüstenähnliches Klima mit spärlicher Vegetation, wenig Zugänge zu Wasser und nur schlecht ausgebaute Straßen. Stell dir vor du lebst dort auf dem Land, du arbeitest körperlich auf dem flachen Feld unter praller Sonne, du machst eine kleine Pause unter einem Strauch und trinkst Hirse-Schnaps um das Risiko an Meningitis zu erkranken zu senken. Dazu gibt es etwas Wasser was du morgens nach Sonnenaufgang mit aufs Feld getragen hast. Zum Essen bringt eine Frau deiner Familie Couscous aus Hirse und dazu eine Soße aus Okraschoten - das Gericht wird es auch die anderen Tage dieser Woche geben. Nach dem du nach dem du den Morgen über mit einem Messer die Hirse geschnitten hast und deine Geschwister alles zusammengetragen haben, kannst du mit einem Holzschläger für ein bis zwei Stunden die Hirsekörner aus den Fruchtständen dreschen. Es staubt und an den Stellen deiner Haut wo du schwitzt fängt es an ordentlich zu jucken. Wenn du Glück hast hat einer deiner Kollegen etwas dabei was du auf deine in der trockenen Luft gesprungene Lippe schmieren kannst. Nach dem Dreschen folgt dann noch das zusammenfegen und Spreu von den Körnern trennen. Dafür nimmst du eine Kalebasse und schmeisst die Hirse in die Luft, auf das der Wind die leichten von den schweren Teilen trennen möge. Langsam senkt sich nun die Sonne, der Wind nimmt zu und mit ihm die Menge des Staubes der herumgeweht wird. Die Hirse wird nun mit einem kleinen Besen und der Kalebasse vom trockenen Boden aufgenommen. Wenn du Glück hast liegt dein Feld nicht zu weit vom Wohnhaus oder ein Motorrad hilft die schweren Säcke nach Hause zu befördern. Am Abend gibt es Bier, heute ist der Nachbar dran und verkauft vor seinem Haus lauwarmen gegorenen Hirsesaft/ Bili bili. Wenn du Glück hast ist noch Wasser im heimischen Hof - du kannst den juckenden Staub von der Haut waschen und dein Hemd ausklopfen. Im Topf in der Küchenecke ist vielleicht Hirse vom Mittag, solange die Sonne noch nicht untergegangen ist sieht man auch noch was man isst.
Ok - etwas zusammengereimt und natürlich gibt es je nach Jahreszeit verschiedene Aufgaben und auch eine gewisse Arbeitsteilung in der Familie. Aber ich habe großen Respekt vor der Einfachheit der erlebten Lebensumstände und der Brutalität der Umweltbedingungen. Beeindruckend!
(Ach und Rhumsiki mit seinem Krabenzauberer haben wir auch besucht!)
Die UTAMTSI/EM-Reise, Teil I.
Die erste Woche der Reise die ich hier vor Ort begleite ist schon rum, Zeit etwas zu berichten und euch einen Eindruck zu geben!
Nach einer schwungvollen Ankunft in Douala mit seiner Schwüle, geteilten Hotelzimmern und Vollverpflegung im “Maison de Passage” (Quartier Akwa) sind wir per Bus ins Landesinnere gereist. Auf der Fahrt gab es die ersten lebhaften Begegnungen mit sonnengereiften Ananas und Bananen, Kokosnüssen gegen den kleinen Hunger und Erstkontakt mit den allgegenwärtigen “Batons de Maniok”. Zudem gibt eine intensive Begegnung mit einem Polizisten der nahezu handgreiflich auf unsere Zahlungsunwilligkeit reagierte.
Angekommen im Dorf haben wir nun schon einen Kaffeeankauf in Bandjoun/Quartier Tchio besucht, in einer Einrichtung in Baham (APH2V) besichtigt und Schmuck und schöne Kleidung aus traditionell-gemusterten Stoffen eingekauft. Alle Reiseteilnehmer haben ihre Gastfamilien und Patenkinder kennengelernt, schon viele ihrer Mitbringsel überreicht und sich in vielseitigen Kommunikationsformen geübt. Nun steht uns das Abschlussfest im Dorf bevor, ein Schwein wurde dafür schon geschlachtet und die guten Seelen unserer Küche arbeiten schon seit dem frühen Morgen auf Hochtouren. Noch steht die Vorbereitung eigener kultureller Beiträge aus, ich bin gespannt mit welchen Liedern oder Ideen die deutsche Reisegruppe etwas unserer Kultur an diesen Ort bringen wird. Die hier ansässigen Tanzgruppen werden bald eintreffen um sich für den Abend warm zu Trommeln. Der Hof unserer Unterkunft ist gerade erst vom unerwarteten Regen getrocknet..
Unsere Gäste sind bisher sehr angetan von der Gastfreundschaft im Dorf, den aufmerksamen Helfern und wissbegierigen Kindern. Sie sind dankbar für die für die morgendliche Toilette bereitgestellten Eimer Wasser welche die unterbrochene Versorgung überbrücken.
Morgen werden wir die Hauptversammlung der Genoßenschaft in Bandjoun/Quartier Kayo besuchen, danach führt uns unsere Reise für ein paar Tage nach Bafoussam. Im Hochlandklima werden wir Ausfüge in die Gegend machen, eine Konferenz an der Universität Dschang besuchen um dann am 08.02. an die Küste nach Kribi aufzubrechen.
Kakaoanbau
Nach einer 2-stündigen Jeep-Tour durchs Land bis in eine große Tiefebene, nach mehreren Flussüberquerungen, zum Schluss auch zu Fuß, trafen wir einen Kakaobauern. Mit ihm verbrachten wir den Tag und dokumentierten in einem von außen nicht vom Wald zu unterscheidenden „Feld“ die Kakaoernte und Verarbeitung. Wir haben den Auftrag für ein deutsches Museum Material zu sammeln und sind dem Ziel damit schon ziemlich nachgekommen! Am Hang in einem dschungelartigen Waldstück Kakao geerntet. Effektiv haben wir die Ernte, das Schälen, die Fermentierung und Trocknung von Kakao photografisch und filmerisch festgehalten.
Tolle leuchtende Farben, viel orange, gelb und grün, tolle Geräusche und Gerüche… Die Kakaoschoten waren ein dankbares Motiv, unterstützt von rot-brauner Erde, satt-grünen Blättern um im Hintergrund das Knistern von brennender Savanne oben auf dem Berg und den Rufen unbekannter Vogelarten. Magisch! Wusstest du, dass die Kakaobohne ihr Schokoladen-Aroma erst durch die Fermentierung erhält? Dass das Fruchtfleisch um die Kakaobohne wenn man sie aus der Schote holt, ähnlich erfrischend wenn auch weniger ergiebig wie eine Zitrusfrucht ist? – Ich bis dato nicht!
Cafeto, planta del cafe